Mit Automatisierung im Online-Handel mächtig an Fahrt gewinnen – Dynamisches Repricing und FBA-Analyse von SellerLogic

Was mit einem Online-Shop begann, wandelte sich in ein Unternehmen mit ausgereiften Tools für die Amazon-Händler um. Im Jahre 2003 startete der heutige CEO von SellerLogic Igor Branopolski als Online-Händler auf den Marktplätzen eBay und Amazon durch. Im Laufe der Jahre erkannte er, dass der Online-Handel nur durch die Automatisierung erfolgreich sein kann. So entstanden die ersten Ideen für die Tools Repricer und Lost & Found.

 

Hallo Igor, erzähl uns, wie es dazu kam, dass Du vom Verkäufer Dasein in die Entwicklung gewechselt hast?

Ich bin seit über 15 Jahren im E-Commerce tätig. Als Verkäufer auf eBay und Amazon machte es enorm viel Spaß zuzusehen, wie die Kasse klingelt. In dieser Zeit habe ich aber auch versucht, alles alleine zu machen. Das führte dazu, dass mein Unternehmen nur sehr langsam wachsen konnte. Wenn ich die Geschäfte so weitergeführt hätte, hätte ich der wachsenden Konkurrenz nicht standhalten können. Es ist mir recht schnell klar geworden, dass ich auf die Automatisierung der Arbeitsprozesse setzen muss. Es spart enorm viel Zeit und viele Fehler lassen sich besser vermeiden. Man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren – auf das eigentliche Geschäft.

 

Es war also Zeit für eine Umwandlung – vom Online-Händler zum Dienstleister?

Im Laufe der Zeit, ja. Wir entwickelten mit unserem Know-How eine Software – den Repricer -, die Prozesse vollautomatisiert. Erst später sind wir damit auf den Markt gegangen. Jetzt handelt es sich um eine ausgereifte Lösung, die dem Verkäufer sehr viel Zeit spart.

 

Das ist eins Eurer Tools. Erzähl uns, was SellerLogic Repricer und Lost & Found so einzigartig macht?

Die Tools sind für den Marktplatz Amazon konzipiert. Beginnen wir mit dem SellerLogic Repricer für Amazon.

Bei Amazon ist es wie bei Google: Jeder Händler möchte mit seinen Produkten ganz oben stehen, um schneller Umsätze generieren zu können. Doch die Algorithmen, nach denen die Artikel auf den ersten Platz, also in die Buy Box, gestellt werden, sind streng geheim. Nichtsdestotrotz ist es bekannt, dass eines der wichtigsten Faktoren für die Platzierung in der Buy Box der attraktivste Preis ist. Man achte – der attraktivste, nicht der günstigste. Die herkömmlichen Repricing Tools arbeiten auf der Basis der Regeloptimierung. Das heißt, der Verkäufer bestimmt, dass er mit seinen Artikeln, zum Beispiel 5 Cent günstiger als der Erstplatzierte in die Buy Box einsteigen möchte. Das kann eine Zeit lang gut gehen, bis man dann die Margen ausrechnet – oft gehen bei einer Regeloptimierung sehr schnell Gewinne verloren.

Der Repricer von SellerLogic geht sehr intelligent vor. Der Verkäufer gibt den Min- und den Max Preis ein, der Repricer kann dann in diesem Raum agieren und der Verkäufer kontrolliert seine Kosten. Das erste Ziel vom Repricer besteht darin, die Artikel in der Buy Box zu platzieren. Wenn die Artikel in der Buy Box sind, optimiert das Tool die Preise, bis die Produkte zum bestmöglichen Maximalpreis verkauft werden können. Der Online-Händler verkauft nicht unter seinem minimalen Preis und generiert Gewinne. Der Repricer läuft rund um die Uhr und passt die Preise sofort an, wenn in der Buy Box sich etwas verändert, zum Beispiel die Konkurrenz steigt beim zu niedrigen Preis oder bei den Lieferschwierigkeiten aus.

Nun kommen wir zum zweiten Tool – SellerLogic Lost & Found. Diese Lösung ist für die FBA-Händler konzipiert und ist auf dem Markt einzigartig.

Das Fulfillment by Amazon Programm vereinfacht nicht nur den Versand und den Kundenservice: Die Waren werden an die Prime-Nutzer kostenfrei verschickt – die kaufkräftigste Zielgruppe auf dem Marktplatz. Das i-Tüpfelchen des FBA-Programms ist die Priorisierung der FBA-Händler bei der Platzierung in der Buy Box. Wie gut das System auch ist, hier können genauso Fehler passieren. Die Ware geht verloren, wird beschädigt oder der Kunde erhält eine Gutschrift, der Händler jedoch keine Rückerstattung. Die FBA-Systemfehler bleiben jedoch oft unentdeckt – der Händler weiß schlicht und einfach nichts davon und das kostet Geld. Eine manuelle Prüfung ist wegen der Komplexität diverser Quellen enorm aufwändig und geht im Tagesgeschäft schlicht unter.

SellerLogic Lost & Found spürt die FBA-Fehler automatisiert auf, meldet sie an den Händler und bereitet die gesamte Kommunikation mit Amazon vor. Dabei spricht Lost & Found “die Sprache” von Amazon und hilft dabei, die zustehenden Erstattungsansprüche einfach und schnell geltend zu machen. Die Aufgabe des Verkäufers besteht nur noch darin, die Fälle per Copy und Paste über das Verkäufer-Konto an Amazon zu schicken. Nach unserem Kenntnisstand lässt eine Rückerstattung nicht lange auf sich warten.

Einer unserer Kunden rief während des Fachvortrags auf einer Messe, dass er mit der ersten Rückerstattung in den Urlaub geflogen ist. Seitdem ist es unser Running-Gag. Da der Anspruch auf eine Rückerstattung bei einigen Artikel bis zu 18 Monate rückwirkend eingereicht werden kann, ist da bei einigen Händlern mehr als ein Urlaub drin. Und das Schlimme ist – sie wissen nichts davon.

 

Wow! Doch nun kommen wir zu den Kosten? Was kostet mich als Online-Händler die Nutzung von SellerLogic Tools?

Die Grundgebühr für den SellerLogic Repricer richtet sich nach der Anzahl der angelegten SKUs auf dem Marktplatz, weitere Kosten entstehen dabei nicht. Das Tool kann man außerdem 14 Tage kostenfrei testen. Für alle, die an ein Tool unserer Konkurrenz gebunden sind, sich aber in dieser Laufzeit für uns entscheiden, bieten wir in diesem Zeitraum, maximal jedoch für ein Jahr, eine kostenfreie Nutzung an.

Die Nutzung des Tools Lost & Found ist mit keinen Grundgebühren verbunden. Wir berechnen nur 20% von der tatsächlichen Rückerstattung von Amazon. Wird nichts zurückerstattet, entstehen dem Händler keine Kosten. Wem die 20% zu viel vorkommen, sollte sich die Frage stellen: Was ist besser? 80% haben oder 100% verlieren?

 

Und zu guter letzt – wer steht hinter dem Erfolg von SellerLogic?

Bei SellerLogic arbeitet ein Entwicklerteam aus 10 Mitarbeitern. Außerdem unterstützen seit September letzten Jahres CSO Marcus Greven und CMO Maurice Tubee das Unternehmen in der Wachstumsstrategie. Doch wir wachsen weiter. Um den bestmöglichen Service für Händler zu gewährleisten und das Wachstum voranzutreiben, sind wir tatkräftig dabei unser Team in den Bereichen Sales, Marketing und Customer Support aufzubauen.

 

Vielen Dank für das ausführlich Interview. Wir sehen uns bei merchantday 2019!

 

Infos zu Igor Branopolski:

Igor Branopolski, Gründer und Geschäftsführer von SellerLogic GmbH, ist seit über 15 Jahren im E-Commerce tätig und kennt die Pains der Online-Händler auf Amazon – hohe Anforderungen des Internet-Riesen, starker Wettbewerb, viel Aufwand für die Kontrolle der Vorgänge. Mit den SellerLogic Tools Repricer und Lost & Found bietet SellerLogic Lösungen an, die den manuellen Aufwand des Verkäufers enorm reduzieren. Der Repricer steuert die Preisoptimierung für die Platzierung in der Buy Box. Lost & Found überwacht die Fulfillment by Amazon Vorgänge und unterstützt Online-Händler bei der Einreichung der Erstattungsansprüche an Amazon.

By |2019-04-01T12:15:11+02:00April 10th, 2019|Blog|0 Comments

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